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| public:biere [2026/04/11 11:06] – [Schötter Nachguss] admin | public:biere [2026/06/02 17:21] (aktuell) – [Die Hexenküche] admin |
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| Grob eingeteilt geht die obergärige Brausaison etwa von **April bis einschließlich September** und die untergärige dann eben von **Oktober bis einschließlich März**. Ein Bier benötigt vom Brautag bis zum Ausschank ca. 4 bis 8 Wochen um zu gären und zu reifen, die untergärigen eher in Richtung 6 - 8 Wochen, die obergärigen sind schneller fertig. Entsprechend lässt sich abschätzen von wann bis wann wir welche Biere im Ausschank haben. | Grob eingeteilt geht die obergärige Brausaison etwa von **April bis einschließlich September** und die untergärige dann eben von **Oktober bis einschließlich März**. Ein Bier benötigt vom Brautag bis zum Ausschank ca. 4 bis 8 Wochen um zu gären und zu reifen, die untergärigen eher in Richtung 6 - 8 Wochen, die obergärigen sind schneller fertig. Entsprechend lässt sich abschätzen von wann bis wann wir welche Biere im Ausschank haben. |
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| | Warum wir brauen wie wir brauen und wie die "Großen" brauen (die ganze traurige Wahrheit) zeigt dieses **[[https://www.youtube.com/watch?v=z4mhuxXHD2M|Video]]**. |
| ===== Musikempfehlungen beim Brauen? ===== | ===== Musikempfehlungen beim Brauen? ===== |
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| Da wir immer wieder auf Helles angesprochen werden, haben wir dem Druck nachgegeben. Mit **Schötter Nachguss** präsentieren wir ein Helles mit "Geschmack". Außer nach feinen Malzen schmeckt unser Helles auch deutlich nach Hopfen. Mit Hallertauer Hüll Melon haben wir einen sehr milden aber wohlschmeckenden Aromahopfen entdeckt der auch dem Malz seinen Freiraum lässt. Es duftet und schmeckt dezent nach Honigmelone. Alles in allem haben wir ein Bier mit Charakter gebraut, ohne den Stil "Helles" zu verraten. | Da wir immer wieder auf Helles angesprochen werden, haben wir dem Druck nachgegeben. Mit **Schötter Nachguss** präsentieren wir ein Helles mit "Geschmack". Außer nach feinen Malzen schmeckt unser Helles auch deutlich nach Hopfen. Mit Hallertauer Hüll Melon haben wir einen sehr milden aber wohlschmeckenden Aromahopfen entdeckt der auch dem Malz seinen Freiraum lässt. Es duftet und schmeckt dezent nach Honigmelone. Alles in allem haben wir ein Bier mit Charakter gebraut, ohne den Stil "Helles" zu verraten. |
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| Der Name "Schötter Nachguss" ist ein kleiner ironischer Seitenhieb auf die nicht selten verwässerten Vertreter dieses Bierstils. Als "Nachguss" wird beim Brauen das Wasser bezeichnet was beim Läutern verwendet wird um den nach dem Ablauf der "Vorderwürze" den letzten Zucker aus dem Malz zu waschen. Es gibt Geschichten aus dem Mittelalter in denen es heißt, dass aus der Würze eines Brautags 3 verschiedene Biere gebraut wurden. Beim Läutern, dem trennen von vermaischtem Malz (Treber) und dem flüssigen Teil, der Würze, läuft zunächst sehr zuckerhaltige Würze ab (Vorderwürze), nach einer Weile wird auf den Treber Nachgusswasser gegeben, die Ablaufende Würze wird immer dünner, hat also immer weniger Zucker bis fast keinen Zucker mehr. Die Würze wurde in 3 Fraktionen aufgeteilt stark, mittel und schwach. Aus der ersten wurde dann ein Starkbier gebraut, was meist den Mönchen einer Klosterbrauerei vorbehalten war. Aus dem zweiten Teil wurde ein Schankbier für die Gaststätten, und aus Fraktion drei ein Dünnbier mit meist nur 1 bis 2% Alkohol gebraut. Letzteres wurde in den Städten des Mittelalters anstelle von Wasser getrunken. Selbst Kinder bekamen es. Im Unterschied zum meist stark verkeimten Wasser der Flüsse war das Dünbier wegen des Alkohols weitgehend keimfrei, also weit weniger gesundheitsschädlich als das Wasser. Die Geschichten dürften weitgehend der Wahrheit entsprechen, ob das Starkbier allerdings tatsächlich den Mönchen vorbehalten blieb ist nicht gesichert. | Der Name "Schötter Nachguss" ist ein kleiner ironischer Seitenhieb auf die nicht selten verwässerten Vertreter dieses Bierstils. Als "Nachguss" wird beim Brauen das Wasser bezeichnet was beim Läutern verwendet wird um den nach dem Ablauf der "Vorderwürze" den letzten Zucker aus dem Malz zu waschen. Es gibt Geschichten aus dem Mittelalter in denen es heißt, dass aus der Würze eines Brautags 3 verschiedene Biere gebraut wurden. Beim Läutern, dem trennen von vermaischtem Malz (Treber) und dem flüssigen Teil, der Würze, läuft zunächst sehr zuckerhaltige Würze ab (Vorderwürze), nach einer Weile wird auf den Treber Nachgusswasser gegeben, die Ablaufende Würze wird immer dünner, hat also immer weniger Zucker bis fast keinen Zucker mehr. Die Würze wurde in 3 Fraktionen aufgeteilt stark, mittel und schwach. Aus der ersten wurde dann ein Starkbier gebraut, was meist den Mönchen einer Klosterbrauerei vorbehalten war. Aus dem zweiten Teil wurde ein Schankbier für die Gaststätten, und aus Fraktion drei ein Dünnbier mit meist nur 1 bis 2% Alkohol gebraut. Letzteres wurde in den Städten des Mittelalters anstelle von Wasser getrunken. Selbst Kinder bekamen es. Im Unterschied zum meist stark verkeimten Wasser der Flüsse war das Dünnbier wegen des Alkohols weitgehend keimfrei, also weit weniger gesundheitsschädlich als das Wasser. Die Geschichten dürften weitgehend der Wahrheit entsprechen, ob das Starkbier allerdings tatsächlich den Mönchen vorbehalten blieb ist nicht gesichert. |
| ===== Die Obergärigen - Gibt es vornehmlich im Sommer ===== | ===== Die Obergärigen - Gibt es vornehmlich im Sommer ===== |
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| ===== Die Hexenküche ===== | ===== Die Hexenküche ===== |
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| Hier werden Biere beschrieben, die sich in der Rezeptentwicklung befinden. Sie wurden entweder noch gar nicht, oder nur testweise auf unserer kleine 35 Liter Anlage gebraut. | Hier werden Biere beschrieben, die sich in der Rezeptentwicklung befinden. Sie wurden entweder noch gar nicht, oder nur testweise auf unserer kleinen 35 Liter Anlage gebraut. |
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| | ==== LGSD ==== |
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| | ^ Typ | Amber Ale | |
| | ^ Gärtyp | obergärig | |
| | ^ Stammwürze | 13,0°P | |
| | ^ Bittere | 32 IBU (moderat / ausgewogen) | |
| | ^ Farbe | 17 EBC (Bernstein) | |
| | ^ Alkohol | 5,0 %vol | |
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| | **Malze:** Maris Otter, Red X |
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| | **Hopfen:** Hallertauer Blanc, Hallertauer Callista, Polaris |
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| | **Hefe:** M36 Liberty Bell |
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| | Im Zuge der Landesgartenschau Oberhessen 2027 wurde eine spannende Aufgabe an uns heran getragen. Wir sollen für Schotten ein Bier speziell zur Landesgartenschau brauen. Dafür braucht es natürlich ein eigenes Rezept. |
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| | Beim Thema Landesgartenschau ist der erste Gedanke meist "Blumen", in Schotten wird mit einer Sonderausstellung auch das Thema "Wasser" in den Mittelpunkt der LGS gebracht. Die Frage ist, wie lässt sich das in Form eines Bier-Rezeptes umsetzen. Dass dabei kein Pils entsteht dürfte selbstverständlich sein. Hier gilt es spannende Aromen aus genauso spannenden Hopfensorten ins Bier zu bringen, das funktioniert am besten mit obergärigen Bierstilen. |
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| | Zunächst war klar, dass die Farbe des Bieres perfekt zum Sommer passen muss. Wie lässt sich Sonnenlicht besser einfangen als mit einem kräftigen Bernsteinfarbton. Die Kombination des rechte hellen Malzes "Maris Otter" mit "Red X" einem Malz für brillante Kupfer-Farbtöne ist das Mittel unserer Wahl. |
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| | Geschmacklich geht es darum sommerliche Blumenpracht und frisches Vogelsberger Wasser in den Geschmack des Bieres zu übersetzen. Hier kommt der Hopfen ins Spiel. Für die "floralen" Aromen haben wir uns mit Hallertauer Blanc und Hallertauer Callista für zwei junge deutsche Aromahopfen-Züchtungen entschieden. Hallertauer Blanc bringt Aromen von Holunderblüte und Pfirsich ein, während Callista Aromen von Maracuja, Mango und roten Beeren beisteuert. Das Tüpfelchen auf dem I und auch die "Wasser & Frische Komponente" liefert der Hopfen Polaris mit Aromen von Eisbonbon und Minze. |
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| | Untermalt wird das alles mit malziger Süße die beide Malze, vor allem aber Maris Otter liefern. Die verwendete Hefe rundet das ganze mit leicht fruchtigen Esteraromen ab. |
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| | Soweit der Plan, ob es gelingt den Sommer ins Bier zu bringen werden wir bald sehen. Der erste Testbraugang ist bereits erfolgt. |
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| ==== Mary Jackson ==== | ==== Mary Jackson ==== |